Rosenblätter mit vereinzelten Tropfen darauf.

Regelschmerzen

Was sind Regelschmerzen?

Frauen im gebärfähigen Alter, die gesund und nicht schwanger sind, haben durchschnittlich alle 25–31 Tage für etwa 3-6-Tage ihre Monatsblutung. Dabei verlieren sie ca. 60ml Blut. Diese Werte können individuell verschieden sein.

Es kann vor und während dieser Zeit zu unterschiedlichen Beschwerden kommen. Oft tritt vor dem Einsetzen der Periode das sogenannte Prämenstruelle Syndrom (PMS) auf. Mit Beschwerden wie Wassereinlagerungen, schmerzhaften Brüsten, Gereiztheit und Heißhunger. Wenn während der Periode regelmäßig Schmerzen und Krämpfe im Unterleib auftreten, spricht man von Dysmenorrhoe. Zu den Regelschmerzen können sich Symptome wie z.B. Gereiztheit, depressive Verstimmungen, Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden, Verdauungsstörungen u.v.m. gesellen.

Manchmal können die Beschwerden so stark sein, dass die Frau in ihrem normalen Tagesablauf, im Beruf und im Familienleben deutlich beeinträchtigt ist.

Welche Ursachen kann es geben?

Man unterscheidet ein primäre und eine sekundäre Form der Dysmenorrhoe.
Wenn sich keine körperlichen Ursachen für die Regelschmerzen finden lassen, spricht man von einer primären Dysmenorrhoe. Die Beschwerden treten oft bereits mit der ersten Blutung auf. Ursache sind nach jetzigem Kenntnisstand eine gesteigerte Prostaglandinbildung. Prostaglandine sind körpereigene Schmerzbotenstoffe, die z.B. das Zusammenziehen der Gebärmuttermuskulatur und somit die Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut bewirken. Durch eine verstärkte Muskelkontraktion kann es dann zu einer Durchblutungsstörung in der Gebärmutter kommen. Verstärkt werden die Beschwerden durch seelische Belastungen und Stress. Auch eine ungünstige Ernährung und ein Mangel an verschiedenen Mikronährstoffen können einen Einfluss auf die Stärke der Schmerzen haben.
Von einer sekundären Dysmenorrhoe (die deutlich seltener vorkommt) spricht man, wenn die Beschwerden erst nach einigen Jahren mit schmerzarmen oder schmerzlosen Blutungen auftreten. Oft beginnen diese Beschwerden erst nach dem 25. Lebensjahr.
Mögliche Ursachen sind vielfältig und müssen ärztlicherseits abgeklärt werden. Endometriose, Myome, Entzündungen der Eierstöcke oder der Gebärmutter, auch Verhütungsmittel (z.B. ein Intrauterinpessar) können als mögliche Ursachen infrage kommen.

Wichtig

  • bei Beschwerden, die ungewöhnlich stark oder langanhaltend sind

  • bei plötzlich einsetzenden starken Schmerzen

  • bei ständigen oder sich immer weiter verschlimmernden Beschwerden

  • bei stechenden, stärker werdenden Schmerzen, die schon bei leichter
    Berührung des Bauches auftreten

  • wenn Fieber auftritt

  • bei eitrigem, übelriechendem Ausfluss aus der Scheide

Suchen sie bitte umgehend einen Facharzt auf!

Wie kann ich Sie unterstützen?

Ganzheitliche Behandlungskonzepte betrachten neben den möglichen körperlichen Ursachen auch die seelische Situation. Liegt z. B. eine belastende, stressige Lebenssituation vor? Auch Konflikte, negative Erfahrungen im Bezug auf die eigene Weiblichkeit, die Sexualität und die Partnerschaft sollten in die Ursachenforschung mit einbezogen werden.

Im Bereich der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) gibt es unterschiedliche Heilkräuter wie beispielsweise Mönchspfeffer und Frauenmantel, die eine positive Wirkung auf das Beschwerdebild haben können.

Mikronährstoffe, wie z.B. Magnesium oder Eisen spielen eine wichtige Rolle. Diese müssen in ausreichender Menge vorhanden sein. Ein möglicher Mangel kann durch eine Blutanalyse festgestellt werden. Ohrakupunktur und Fußreflexzonenmassage können unterstützend eingesetzt werden.

Was kann man selbst tun?

Wärmeanwendungen z. B. eine Wärmeflasche auf Bauch oder unterem Rücken platziert oder ein warmes Fuß- oder Vollbad können krampflösend wirken.

Gönnen Sie sich während der Periode ausreichend Schlaf und Entspannung, moderate Bewegung, beispielsweise einen Spaziergang, Yoga, Pilates, Tai-Chi oder Chi Gong können wohltuend sein.

Eine ausgewogene Ernährung mit wenig Salz und Zucker; der Verzicht auf blähende Speisen, auf Nikotin, Kaffee und Alkohol wirken sich positiv aus.

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